Zusammen und doch getrennt

von Franzi
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Kein Interesse mehr an Karriere, weil ich Befriedigung in der Familie gefunden habe

Schon seit acht Jahren habe ich das Glück, mein Leben an der Seite meines Herzmannes zu verbringen. Eine Zeit, in der sogar unser Freundeskreis eine ganze Weile lang nahezu deckungsgleich war. Eine Zeit, in der wir aber noch heute nicht zu einem „Wir-Pärchen“ verschmolzen sind und unsere Interessen tatsächlich größtenteils eher weiter auseinander gehen. Ich bin eine Leseratte, er liest mittlerweile zwar mehr, aber bastelt eher am PC, Auto oder Fahrrad. Ich gehe joggen, er fährt lieber Fahrrad. Ich liebe es zu Wandern, hätte gerne einen festen und konkreten Plan für die Zukunft. Er braucht beides nicht unbedingt. Da fragt ihr euch bestimmt, wie das funktionieren kann?

Kompromisse sind das A und O

Ja, manchmal ist es tatsächlich schwierig. Ich plane gerne voraus, will wissen, was mich in der Zukunft erwartet und gerne wenigstens einmal im Monat irgendeinen Ausflug unternehmen. Und dann pralle ich auf jemanden, der lieber von heute auf morgen lebt, spontaner ist und auch auf der Couch glücklich ist. Wie das lange klappt, frag ich mich manchmal selbst, weil es gerade für mich eher schwierig ist, geduldig zu bleiben. Was ich gemerkt habe ist, dass es wichtig ist, gemeinsam Kompromisse zu finden, wie man sich arrangiert, auch wenn man teilweise so gegensätzlich tickt.

Es klappt, weil wir kein Wir-Pärchen sind

Bei uns klappt es genau deshalb, weil wir kein Wir-Pärchen sind, im Gegenteil. Seit auch ich in der neuen Stadt wieder einen größeren, „eigenen“ Freundeskreis habe, den ich regelmäßig sehe, bin ich viel entspannter. Eines unserer „Überlebens“-Geheimnisse sind also unter anderem die teilweise getrennten Freundeskreise. So habe ich meine Planung und meine Interessen, die er nicht so mag, eben seit einiger Zeit mit den Freunden, statt mit ihm. Zumindest was die Freizeitgestaltung angeht. Ich möchte Wandern gehen? Klasse, ich treffe mich dazu mit Freunden. Ich liebe Bücher und möchte mich dazu austauschen? Kein Problem, ich habe meine Buchcommunity! Zusätzlich mache ich auch einfach mal was für mich, lese, blogge, bin kreativ und gehe Laufen. So komme ich auf meine Kosten, ohne ihn in meine Hobbys zu zwängen und umgekehrt.

Gemeinsame Unternehmungen dürfen dennoch nicht fehlen

Dennoch ist es auch für uns, die wir so gegensätzlich sind, wichtig, dass wir gezielt auch gemeinsame Momente haben. Das sind dann meist eher ruhigere Abende zu zweit bei unseren Lieblingsserien und Filmen. Oder ich schwinge mich auch mal mit aufs Fahrrad und wir machen dann doch mal zu zweit eine kleine Tour. Einmal pro Jahr ist es quasi ein Muss, gemeinsam in den Urlaub zu fahren oder in der Umgebung hin und wieder auch gemeinsam etwas zu unternehmen. Und wenn es nur ein Spaziergang oder Zoobesuch ist. Die perfekte Mischung, mit der wir uns ideal arrangiert haben, obwohl wir doch so viele getrennte Interessen und Wünsche haben.

Wie sieht es bei euch aus? Tickt ihr und euer*re Partiner*in gegensätzlich oder doch mehr wie ein „Wir“?

 

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