Haushaltshacks | Unsere Putzroutinen und Hacks

von Julia
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Haushaltshacks

Hände hoch: Wer von euch macht gerne sauber? Wer putzt gerne? Für viele von uns gehört der Haushalt nicht unbedingt zu unserer Lieblingsbeschäftigung, aber es muss eben sein. Heute wollen wir – Jenny und Julia – euch unsere Putzroutinen vorstellen und euch außerdem mit ein paar Hacks verraten, wie ihr mit nur ganz wenigen Mitteln ganz viel anfangen könnt.

Jennys Putzroutine

Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der Sauberkeit und Ordnung zur obersten Regel gehört. Jeden Tag sollte der Staubsauger angeschmissen werden, die Küche wurde nach dem Essen sofort grundgereinigt und wehe, wenn nach dem Duschen auch nur ein Wassertropfen an den Wänden war. Leider habe ich den Ordnungsfimmel meiner Mutter nicht vererbt bekommen und seit ich alleine wohne, kann ich das auch nicht ganz so gut umsetzen. Meine Mutter würde eine Krise bekommen in meiner Wohnung (und ich bin nicht dreckig, aber halt auch kein Fanatiker). Irgendwann musste ich mir also überlegen, wie stelle ich das an, halbwegs regelmäßig hier aufzuräumen und sauber zu machen ohne großen Aufwand?

  1. Nimm dir morgens fünf Minuten länger fürs Bad. Das Badezimmer ist für mich der Ort, an dem ich am meisten Wert auf Hygiene lege. Immerhin möchte ich mich ja nach dem Duschen und Waschen auch sauberer fühlen. Das geht aber für mich nicht, wenn das Bad dreckig ist. Deswegen hab ich ein paar Kleinigkeiten, die ich jedes Mal direkt mache. Nach dem Duschen ziehe ich die Wände mit einem Abzieher ab, um Kalkflecken zu vermeiden und trockne den Wasserhahn ab. Nach dem Zähneputzen einmal mit einem Lappen über das Waschbecken und schon ist es sauber. Und nach dem Toilettengang kurz mit der Klobürste durch, ist auch nicht zeitaufwendig und vermeidet lästiges Schrubben einmal die Woche.
  2. Nimm immer was mit. Ähnlich wie Julia spare ich mir gerne doppelte Wege und da meine Waschmaschine im Keller ist, verbinde ich gerne mehrere Dinge gleichzeitig. Wenn ich also sowieso aus der Wohnung muss, weil ich verabredet bin oder einkaufen gehe, nehme ich mir ein paar Minuten mehr und einen Korb Wäsche oder den Müll mit. Wenn ich dann nachhause komme, kann ich die Wäsche direkt einsammeln und aufhängen, und hab mir den doppelten Laufweg gespart.
  3. Der Wäschekorb im Schlafzimmer. Ich gehöre eindeutig zu den Menschen, die liebend gerne abends einfach alles ausziehen und auf den Boden schmeißen. Da sammelt sich dann leider auch manchmal ein Haufen, wenn ich mehrere Tage hintereinander weg bin und das ist ziemlich nervig. Also hab ich extra einen hübschen Wäschekorb, der neben meinem Schrank steht, damit ich dort alles reinschmeißen kann, bevor ich ins Bett gehe. Perfekt!
  4. Kistensystem. Ich liebe Kisten. Groß, klein, bunt, einfarbig. Ich habe wahnsinnig viele davon und sie erleichtern mir so vieles. Gerade in Kommoden oder Schränken kann es damit viel einfacher sein. Ich habe eine Kiste nur für Ladekabel, eine für Konsolenzubehör, eine für meinen BuJo-Kram, Kisten für Krimskrams, Feuerzeuge, Cutter, Batterien etc., Kisten für Nagellack (ich hab halt verdammt viel) und und und. Die einzelnen Kisten kann man dann in die Schränke oder Kommoden stellen. Wenn man mal wieder irgendwas braucht, muss man nicht den ganzen Schrank durchsuchen, sondern kann sich direkt überlegen, welche Kiste es sein könnte.

Julias Putzroutine

Ich hasse putzen. So sehr, dass ich früher mit meiner Mama den Deal hatte, dass ich mehr Wäsche mache (etwas, was ich sehr liebe und sie hasst), wenn sie dafür mein Zimmer sauber macht. Mittlerweile hat sich dieser Deal über die Zeit nicht mehr nur verflüchtigt, ich wohne auch nicht mehr zu Hause und habe so statt einem Zimmer eine ganze Wohnung, die es sauberzuhalten gilt. So habe ich mir natürlich schon den einen oder anderen Hack überlegt, wie ich meine Wohnung trotzdem mit möglichst wenig Aufwand möglichst sauber halte. Genau die stelle ich euch heute in meiner Putzroutine vor.

  1. Halte Ordnung. In meinem 2-Personen-Haushalt mit mittelmäßig sauberem Mann zwar leicht gesagt, aber dennoch kann man auch mit einer kleinen Familie schnell Ordnung ins Chaos bringen. Das geht in vielen kleinen Dingen ganz einfach: Du musst von Raum A nach Raum B? Dann nimm doch schnell eines der Dinge mit, die sowieso in Raum B müssen. Dreckige Wäsche kommt sofort in den Wäschekorb und das benutzte Geschirr direkt in den Geschirrspüler und schon ist alles ein bisschen einheitlicher.
  2. Halte deine Flächen immer sauber. Besonders dreckige Oberflächen vom Wohnzimmertisch über die Küchentheke bis hin zum Waschbecken machen mich wahnsinnig. Diese regelmäßig zu säubern, sogrt nicht nur dafür, dass ihr euch wohler fühlt, sondern verhindert auch, dass Krümel oder anderer Dreck auf dem Boden landen.
  3. Putzt, was euch stört. Kennt ihr das, wenn ihr euch in einem Raum furchtbar unwohl fühlt? So geht es mir ab und an. Das kann ganz leicht durch schnell durchsaugen oder Staub wischen behoben werden. Dabei habt ihr gleich drei positive Nebeneffekte: Es geht schnell, ihr fühlt euch wieder wohler und der wöchentliche Haus- bzw. Wohnungsputz geht auch schneller.
  4. Meistert den wöchentlichen Wohnungsputz. Vor dem graut es mir ja immer am meisten. Aber wenn ich meine drei Tricks oben beachte, geht es meistens viel schneller. Zuerst wird überall Staub gewischt. Dabei gehe ich übrigens auch immer mit einem Korb oder einem Wäschekorb von Zimmer zu Zimmer, lade da alle Dinge ein, die liegen, wo sie nicht sollten und räume die später an Ort und Stelle, sodass ich mir unnötiges Herumlaufen spare. Dann sauge ich überall durch, um die Teppiche sauber zu bekommen und den Boden vorzureinigen. Anschließend wird es nass. Bad und Küche werden gewischt und danach alle Böden geputzt. Jetzt müssen nur noch alle Sachen wieder auf den Boden und der (Wäsche-)Korb ausgeräumt werden. Fertig.
  5. Protipp: Am besten funktioniert das mit Gute-Laune-Musik.

Weniger ist mehr – Haushaltshacks

Bei unseren Haushaltshacks wollen wir euch zeigen, wie ihr mit wenigen Mitteln ganz viel anfangen könnt und gleichzeitig euren Geldbeutel und die Umwelt schont. Alle Produkte kannte schon die Uroma und haben wenig Verpackung oder beigefügtes Mikroplastik.

Was mache ich mit Kernseife?

Kernseife ist basisch und kann vor allen Dingen zum Waschen verwendet werden. Auch sehr cool: Kernseife belastet unsere Gewässer nicht. Aber was genau kann man damit anstellen?

Waschmittel: Gebt 3 EL Waschsoda (Was man damit alles anstellen kann, verraten wir euch auch unten.) und 3 EL geriebene Kernseife zusammen und übergießt sie mit 500 ml kochendem Wasser. Wartet jetzt, bis sich alle Seifenflocken auflösen und gießt dann noch einmal 500 ml heißes Wasser darüber. Dieser Liter kann auf 5 Portionen aufgeteilt werden und somit für fünf Mal Waschen verwendet werden. Bei weißer Wäsche könnt ihr zusätzlich noch einen Esslöffel Waschsoda hinzugeben.

Vorsicht Wolle! Nehmt für Wolle kein Waschsoda. Übergießt dafür 100 g geriebene Kernseife mit 500 ml kochendem Wasser und gebt dazu 250 ml Spiritus hinzu. Von dieser Mischung gebt ihr einen Esslöffel zur Handwäsche hinzu oder zwei in die Waschmaschine.

Fleckenentferner: Vor dem Waschen in der Waschmaschine könnt ihr hartnäckige Flecken vorbehandeln. Dafür müsst ihr den Stoff mit dem Fleck anfeuchten und mit der Kernseife einreiben.

Spülen: Auch spülen könnt ihr mit der Kernseife. Einfach mit der Spülbürste über die Seife gehen und mit dem Schaum spülen. Das war es schon.

Was kann ich sonst mit Kernseife machen? Du kannst Kernseife auch als Duschgel, Handseife, Shampoo, Rasierschaum oder Gesichtsreinigung verwenden

Was mache ich mit Natron?

Natron ist auch ein basischer Stoff. Im Gegensatz zur Kernseife könntet ihr den sogar essen.

Backpulver: Ein Esslöffel Natron und 5 Esslöffel Essig ergeben zusammen ein Päckchen Backpulver.

Sprühdeo: Kocht 120 ml Wasser auf und lasst es abkühlen. Anschließend streut ihr langsam Natron ein und rührt es um, bis es sich auflöst. Das könnt ihr dann in eine Sprühflasche füllen, wobei ihr darauf achten solltet, dass ungelöstes Natron nicht mit in die Flasche gelangt. Wenn ihr lieber duftendes Deo habt, dann könnt ihr den Duft mit ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzugeben.

Cremedeo: Ihr wollt nicht sprühen? Dann schmelzt 3-4 EL Kokosfett, 2 TL Speisestärke, 2 TL Natron und 1 EL Kakaobutter in einem Wasserbad, füllt es in einen Behälter ab und lasst es abkühlen – schon habt ihr Cremedeo.

Zahnpulver: 20 g Natron und ein Teelöffel Xylit werden gemeinsam fein gemahlen. Je nach Geschmack kann die Mischung mit Minze oder Zimt verfeinert werden.

Was kann ich sonst mit Natron machen? Du kannst Natron auch gegen Sodbrennen oder für basische Ernährung verwenden und dir damit die Haare waschen.

Was mache ich mit Waschsoda?

Waschsoda ist alkalisch und kann Fett & Schmutz lösen. Allerdings ist es kein Lebensmittel, also besser nicht essen. Oben haben wir euch schon erzählt, dass ihr zusammen mit Kernseife Waschmittel herstellen könnt. Waschsoda kann aber noch viel mehr.

Allzweckreiniger: Mit 1-2 EL Waschsoda könnt ihr ganz einfach putzen. Löst es einfach in heißem Putzwasser auf und ihr könnt damit alles mögliche wischen. Neben Bödenr auch Fenster, Holzbretter, Badkeramik und vieles mehr.

Seifenreste lösen: Kennt ihr die nervigen Seifenreste im Bad? Einfach etwas Waschsoda draufgeben, mit einem nassen Lappen reinigen und der Schmutz sollte weg sein.

Spülmaschinenpulver: 200 g Waschsoda mit 200 g Zitronensäure (Stellen wir euch auch gleich vor.) vermischen und luftdicht lagern. Pro Spülmaschinenladung gebt ihr dann 1-2 TL hinzu.

Trinkflaschen und Thermoskannen reinigen: 1 TL Waschsoda in die Flasche geben, mit möglichst heißem Wasser auffüllen und 24 Stunden stehen lassen. Anschließend könnt ihr die Flasche gut ausspülen.

Was kann ich sonst mit Waschsoda machen? Du kannst Waschsoda als Waschverstärker nehmen. Damit kannst du dann stärkere Verschmutzungen lösen.

Was mache ich mit Zironensäure?

Zironensäure ist ein saurer Stoff, kann gegessen werden und ist in Maßen ziemlich lecker (sagt Julia). Neben Spülmaschinenpulver kann man aber auch sonst noch einiges mit Zitronensäure anfangen.

Wasserkocher entkalken: Gebt dafür einfach 1-2 TL Zironensäure in den Wasserkocher, kocht ihn mit Wasser auf und wartet kurz. Anschließend könnt ihr noch einmal mit einem Spültuch nachhelfen und dann alles ausspülen.

Flaschen reinigen: Ebenso können Flaschen auf diesem Weg gereinigt werden. Gebt einen Teelöffel Zitronensäure hinein, gießt heißes Wasser drüber und lasst es kurz einwirken. Anschließend könnt ihr noch einmal mit der Flaschenbürste drüber gehen und alles gut ausspülen.

Abfluss reinigen: Eklige Sache, aber mit 2 EL Spülmaschinenreiniger (siehe Waschsoda) kann man verstopfte Abflüsse reinigen. Gebt die Esslöffel in den Abfluss und 100 ml heißes Wasser dazu. Stopfen drauf und kurz warten, anschließend mit einem Liter heißem Wasser nachspülen. Ist es noch nicht sauber, einfach nochmal wiederholen.

Glasreiniger: Gebt 1 EL Zitronensäure in eine Sprühflasche und füllt 500 ml Wasser auf. Kurz schütteln und der Glasreiniger ist fertig. Habt ihr starke Kalkablagerungen, lasst den Reiniger einfach länger einwirken.

Marmelade: Gebt ein wenig Zitronensäure in die Marmelade. Das gibt Geschmack und konserviert sie außerdem.

Was kann ich sonst mit Zironensäure machen? Du kannst Zitronensäure auch zum Säubern bzw. Entkalken von Kaffeemaschine und Co. verwenden.


Her mit euren Hacks. Was sind eure persönlichen Haushaltstipps? Schreibt es uns in die Kommentare.

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