Serienrezension: The Bold Type

von Franzi
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Wolltet ihr schon immer mal wissen, wie die Idee zu MitohneMaske überhaupt entstand? Dann seid ihr bei der Serienrezension zu „The Bold Type“ genau richtig! Maike sah die Serie schon vor einer ganzen Weile und wurde durch sie so inspiriert, dass sie wusste: Ich will etwas bewegen, von Frauen für Frauen, ganz ohne Masken. Zack, die Idee zu MitohneMakse wurde geboren. So holte sie mich ins Boot und nach und nach wuchs unser Team zu dem, was es heute ist. Auch wenn wir immer noch frisch und am Anfang sind, fühlt es sich doch großartig an, ein richtiges Team zu haben und langsam aber sicher mit dem durchzustarten, das die ursprüngliche Idee, inspiriert von „The Bold Type“, war.

Nämlich offen zu sein, ehrlich und ohne Masken, aus unserem Leben und über unseren Erfahrungen zu plaudern, Dinge für euch zu testen, auch mal über den eigenen Schatten springen und auch anzufangen, journalistischer zu arbeiten – es kommt noch was auf euch zu! Was das jetzt mit der Rezension zu „The Bold Type“ zu tun hat und was das überhaupt ist? Ganz klar – alles!

Inspirierende Frauen und kritische, sensible Themen

„The Bold Type“ ist eine US-Serie der Drehbuchautorin Sarah Watson, in der die drei Freundinnen Jane, Kat und Sutton die Hauptrolle spielen. Alle drei arbeiten für ein bekanntes Frauenmagazin, „Scarlet“, dessen digitale und inhaltliche Transformation wir zeitgleich mit der Entwicklung der drei Hauptrollen miterleben. Neben glamourösen “Sex And The City”-Party-Drama-Feeling hat die Serie so viel mehr zu bieten, als eine typische Frauenserie von vielen.

Natürlich ist die Serie nicht vollkommen realistisch. Es kommen oft zu viele Party-Glamour Szenen vor, mit immer makellos aussehenden Protagonisten. Trotz scheinbar ständigem Schlafmangel sehen Kat, Sutton und Jane immer perfekt und super gestylt aus. Dadurch ist “The Bold Type” für die eigene äußerliche Identifikation nicht immer ideal. Aber: Alle drei haben vielfältige, großartige und auch nicht unfehlbare Persönlichkeiten. Sie haben tpyische Sorgen, Ängste, Hoffnungen und Träume, die man als junge Frau frisch im Berufsleben eben so hat. Und genau das macht sie alle drei wieder zu etwas besonderem, und zu Personen, in denen sich vermutlich viele auf die ein oder andere Art wiederfinden.

Jane ist Autorin für Scarlet und versucht im Laufe der bisher drei Staffeln (wobei die dritte noch am Laufen ist) mehr und mehr über ihren Schatten zu springen, auch persönlichere Artikel zu schreiben und sich an den investigativen Bereich heranzutasten. Genauer ins Detail möchte ich nicht gehen, da ich finde, dass das schon ein Spoiler wäre. Kat kümmert sich um den Social-Media-Bereich des Magazins. Ihr Leben wird im Laufe der Serie von einer besonderen Künstlerin aus dem Iran auf den Kopf gestellt. Und Sutton ist im Fashion-Bereich des Magazins als Assistentin tätig. Die drei gehen durch dick und dünn, helfen sich gegenseitig, bauen sich bei Niederlagen oder persönlichen Problemen auf und feiern gegenseitig ihre Erfolge. Alle drei sind nicht perfekt, aber sympathisch und lassen auf die ein oder andere Art ihre Masken fallen.

© 2019 NBCUniversal All Rights Reserved

Dennoch habe ich auch kleine Kritikpunkte. Wie oben schon erwähnt: Die drei sehen einfach immer perfekt aus, glamourös, bereit für eine Party und perfekt gestylt – auch außerhalb des Office. Und das in New York, bei nicht sooo riesigem Gehalt, während sie Projekte, die im Real-Life Monate in Anspruch nehmen, gefühlt in wenigen Tagen rocken, dazu noch feiern gehen und ihre privaten sowie Liebesleben-Sorgen auch noch meistern. Mit einer perfekt-inspirierenden-Chefin, die sich vor allem für die drei Frauen viel Zeit nimmt. Bei so vielen Mitarbeitern auch etwas realitätsfern. Jacqueline, die im ersten Moment an „Der Teufel trägt Prada“ denken lässt, das Magazin strikt führt und dann aber doch so eine liebenswerte Seite hat, ist für mich auch ein starker Charakter. Der starke Fokus von ihr, der scheinbar nur auf den drei Protagonistinnen liegt, ist für mich nicht ganz realistisch. Diese Punkte sind, bei allem was die Serie dennoch schafft anzusprechen, der Inspiration und dem „Ich will etwas sinnvolles machen“-Gefühl,  nur Nebensächlichkeiten, die mich im Gesamtbild dann doch nur wenig stören.

Fazit

Für mich ist „The Bold Type“ einerseits eine Wohlfühl-Serie, weil sie schon ein paar kitschige Serienmomente hat. Aber – sie ist auch stark, inspirierend, mutig und scheut nicht davor, sich mit ernsten Themen von #metoo über Social Media Shitstorms bis hin zu  Rassismus, Feminismus und Sexualität zu befassen. Trotz kleiner Schwächen – etwas kitschigen Momenten und doch etwas realitätsfernen Aspekten – kann ich die Serie nur wärmstens empfehlen. Zwar sind der Feminismus und die Fragen, an die sich die Serie wagt, hier und da schon etwas glattgeschliffen, inspirierend ist “The Bold Type” für mich dennoch. Und auch für alle, die sich mit all den Themen noch nicht beschäftigt haben. Perfekt, um ins Nachdenken und vielleicht ja auch ins Handeln zu kommen.


Kennt ihr die Serie schon und wenn ja, wie gefällt sie euch? Habt ihr ähnliche Serien-Empfehlungen für uns?

Weitere Informationen zur Serie:

(Headerbild – The Bold Type © 2019 NBCUniversal All Rights Reserved)

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